Der Stuhlmannbrunnen

Aus einem 10 mal 20 Meter großen Becken erhebt sich auf einem kleinen Felsen eine siebeneinhalb Meter hohe Figurengruppe, in der zwei Zentauren um einen riesigen Fisch ringen, der zwischen ihnen nach oben herausragt; einer der beiden Streitenden scheint ins Straucheln geraten und droht zu unterliegen. Auf Podesten am Beckenrand umringen weitaus kleinere Wasserbewohner (Triton, Nereide und Echsen) die Kämpfenden und speien empört kräftige Wasserstrahlen auf diese Eindringlinge; aus dem Maul des umkämpften Fisches steigt die Hauptfontäne des Brunnens meterhoch aufwärts.

Diese Skulptur wird allgemein als Allegorie auf die lange Konkurrenz zwischen den Nachbarstädten Altona und Hamburg in Fischfang und -verarbeitung verstanden, bei der gerade um die Jahrhundertwende Altona die Nase vorne hatte, aber darüber hinaus auch auf die schon im 16. Jahrhundert beginnende „Rechthaberei“ Hamburgs, die aus Sicht vieler Altonaer mit Altonas Eingemeindung keineswegs ihr Ende gefunden hat, sondern sich in einer gewissen Vernachlässigung durch den Senat bis in die Gegenwart fortsetzt.

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