il braccio villano

Bestie
braccio

Signor giudice, ora se io le dicessi che ne conosco il motivo, sarei un bugiardo e lei avrebbe il diritto, in veste di rappresentante della legge, di incolparmi. Le posso anche giurare che mai prima di allora, prima di quel maledetto pugno chiuso, schizzato verso l’alto, spinto dal braccio piegato, frenato dall’altra mano che gli si abbatteva sopra come per bloccarne lo scatto verso l’alto, mai prima di allora, dicevo signor giudi­ce, mai avevo visto quell’uomo imbestialito. Io soddisfatto, e composto, passeggiavo sull’affollato lungomare, come le può confermare la mia amica, qui presente. II mare era liscio come l’olio; mi sentivo in pace con me stesso e con il mondo, con un mondo sul far della sera, tenue nei colori dell’imbrunire. Ora mi scusi, signor giudice, se mi lascio prendere la mano dai dettagli del racconto, ma lo ritengo doveroso per poterne comprendere meglio la meccanica dell‘ accaduto. Ebbene, ha ben presente l’atmosfera di quel lungomare, quando i colori del giorno iniziano ad affievolirsi e le ombre cominciano a prende-

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Bestien

Herr Richter, wenn ich Ihnen jetzt sagen würde, daß ich das Motiv kenne, wäre ich ein Lügner, und Sie hätten, als Vertreter des Gesetzes, das Recht, mich zu beschuldigen. Ich kann Ihnen auch schwören, daß ich diesen rasend gewordenen Mann nie zuvor gesehen habe, bis zu dem Augenblick nicht, als er den gebeugten Arm mit dieser ver­dammten, geballten Faust hochriß und ihn mit der anderen Hand bremste, um den Schlag abzufan­gen. Wie gesagt, Herr Richter, ich habe diesen Mann nie zuvor gese­hen.

Ich ging ganz ruhig und friedlich auf der überfüllten Promenade am Meer spazieren. Meine Freundin ist hier anwesend, sie kann Ihnen das bestätigen. Das Meer lag vor mir, glatt wie Öl, und ich fühlte mich in völligem Frieden mit mir selbst und mit der Welt, mit einer Welt, in der es, in den zarten Farben der Däm­merung, gerade Abend wurde. Ent­schuldigen Sie meine detaillierte Schilderung, Herr Richter, aber ich halte das für meine Pflicht, damit man den Ablauf der Geschehnisse besser begreifen kann. Also gut, haben Sie die Atmosphä­re dieser Promenade vor Augen, wenn es Abend wird? Wenn die Farben des Tages verblassen und die Schatten sich mehr und mehr ausbreiten? Können Sie sich die eleganten, gemessenen Schritte


re il sopravvento? Riesce a seguire gli eleganti passi, misurati, da passeggio, della gente perbene con quelle mimiche che esprimono benessere? Naturalmente non sta a me giudicare quante di quelle espressioni fossero state sincere e quante al con­trario cercassero di ingannare! Sa, signor giudice, come quando si ostenta tristezza ad un funerale o gioia in una festa, elargendo sorrisi a tutti… ah quante volte ci troviamo a dover sorridere senza averne nessuna voglia o a manifestare tristezza senza sentirne!

La prego, signor giudice, non mi guardi in quel modo: mi è impossibile frenare l’impeto dei sentimenti che sorgono nel ricordare quei momenti indegni di esseri razionali; purtroppo il mondo ne è pieno! Va bene, signor giudice, continuo senza perdermi in altre chiacchiere. Avevamo avuto la fortuna di trovare un tavolo libero da «Baffo d’oro», sa, quel locale frequentato da gente di tutto rispetto. Come? C’è già stato anche lei, bene. Allora Io sa-prà che gli avventori sono solo persone di un certo rango, che non hanno nulla da spartirecon certi… Ah se sapesse quali insulti mi vengono in mente, mi mor­derei le mani dalla rabbia! Capisce? Solo al pensiero di


der gutsituierten Leute vorstellen, die dort Spazierengehen, und de­ren Gesichter Wohlhabenheit aus­drücken? Es steht mir natürlich nicht zu, darüber zu urteilen, wie viele dieser Gesichtsausdrücke ehr­lich und wie viele verlogen waren. Wissen Sie, Herr Richter, das ist ge­nauso, wie wenn bei einer Beerdi­gung Traurigkeit vorgetäuscht wird, oder Freude bei einem Fest, wenn alle angelächelt werden müs­sen … ach, wie oft müssen wir lä­cheln, obwohl wir gar keine Lust dazu haben, und wie oft müssen wir Traurigkeit zeigen, ohne sie zu empfinden.

Ich bitte Sie, Herr Richter, sehen Sie mich nicht so an, ich kann meine Gefühle unmöglich bremsen. Sie entstehen aus der Erinnerung an Momente, die vernünftigen Wesen fremd sind. Leider ist die Welt voll von ihnen. Nun gut, Herr Richter, ich fahre fort, ohne mich in weite­res Geplauder zu verlieren. Wir hat­ten Glück, einen freien Tisch im «Baffo d’oro» zu finden, wissen Sie, dieses Lokal, in das nur respek­table Leute gehen. Wie? Sie sind auch schon dort gewesen? Schön, dann wissen Sie ja, daß die Gäste ausschließlich Leute eines gewissen Ranges sind, die mit gewissen an­deren nichts gemein haben. Ach, wenn Sie wüßten, was mir an Beschimpfungen alles in den Sinn kommt, ich könnte mir vor Wut die Hand abbeißen! Verstehen Sie das? Wenn ich an diese Geste nur denke, fühle ich mich zu den Anfängen der Welt zurückversetzt, ins Affen­zeitalter: Die Affenmännchen sa-

quel gesto che riporta ai primordi della vita, al mondo delle scimmie, a quelle esibizioni dei maschi, seduti a gambe larghe, puntando il pene in erezione contro gli altri… non so spiegarmi da dove fosse uscito quel bestione che si è messo ad insultare, che dico, a minacciare… ero scioccato, incapace di qualsiasi reazione.Ma d’altronde cosa può fare una persona mi-nacciata?! Come può reagire ad un pericolo? Ora vede, quell’uomo era aggressivo, una bestia feroce e l’altro… E no, signor giudice, non conoscevo neanche l’altro! Che cosa avrebbe potuto fare l ‚altro ? Avrebbe dovuto esserci signor giudice! Scappare: non poteva più farlo: il bestione l’aveva afferrato alla gola e stringeva stringeva! E non era servito a niente che la sua vittima si era fatto piccolo piccolo, si era inchinato, aveva pregato, chiesto pietà! Avrebbe dovuto vedere quale compassione suscitava la vista di quell’uomo che si umiliava così. Ma la bestia, sì non poteva essere altro che una bestia, perché un cristiano, una persona con un minimo di civiltà, anche se avesse dovuto, per varie ragioni, scendere così in basso, avrebbe smesso di aggredire! Non le pare signor giudice? E invece si gonfiava sempre di più; i muscoli tesi.il petto

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ßen breitbeinig da und stellten sich so mit ihren erigierten Penissen, die sie gegen die anderen richteten, zur Schau… Ich kann mir nicht er­klären, wo dieser riesige Kerl her­kam, der mit seinen Beschimp­fungen, ach nein, was sage ich denn, mit seinen Bedrohungen los­legte. Ich war schockiert, keiner Re­aktion fähig. Was kann jemand, der bedroht wird, denn auch schon ma­chen? Wie verhält mansich in Ge­fahr? Sehen Sie, dieser Mann war aggressiv, ein wildes Tier, und der andere… Nein, Herr Richter, den anderen kannte ich auch nicht! Was hätte der andere denn auch tun sol­len? Sie hätten dabei sein müssen, Herr Richter! Fliehen konnteer nicht mehr: Der Hüne hatte ihn bei der Kehle gepackt und würgte und würgte ihn! Es hat auch nichts ge­holfen, daß sein Opfersich vor ihm ganz klein gemacht und sich ihm unterworfen hat, ihn anflehte und um Gnade bettelte. Sie hätten se­hen müssen, wie mitleiderregend dieser gedemütigte Mann war. Aber der Kerl war ein Vieh, ja, man kann ihn nicht anders bezeichnen, eine Bestie… Denn ein Mensch, je­mand mit einem Rest an zivilisier­tem Verhalten, er mag ja aus den unterschiedlichsten Gründen so tief gesunken sein, hätte aufgehört an­zugreifen.

Meinen Sie nicht, Herr Richter? Er hingegen bliessich immer mehrauf, die Muskeln spannten sich, die Brust war aufgepumpt, der Blick ste­chend und mörderisch, die Fäuste geballt, die Stimme tief und be­drohlich … ohne einen Funken Ver-


pompato d’aria, lo sguardo fulminante, assassino, i pugni stretti, la voce bassa, minacciosa, senza un barlume di ragione. E poi si dice che l’uomo è pacifico, perché ha paura di riportare ferite. Anche il più forte del mondo! Ma quello era completamente irresponsabile! La paura ce l’avevamo noi altri, tutti quelli che per nostra sfortuna ci trovavamo Ií, senza trovare il coraggio di intervenire. E con quale velocità avvenne tutto. Eh sì, signor giudice, non è come nei film: sa, quelle scene di lotta, stilizzate, come dei balletti in cui i due nemici si colpiscono al-ternativamente, cadono, si rialzono, i movimenti sono rallentati ed esagerati per renderli più spettacolari. No, ripeto signor giudice, non era così: è stato un attimo, sa… e neanche come… mi ricordo che da bambini, quando litigavo per avere qualcosa, uno afferrava l’oggetto, l’altro arrossiva e piangeva. Poi spinte, calci, morsi, capelli tirati e soprattutto colpi dati dall’alto verso il basso, con il pugno. Come fa anche, mi scusi per l’esempio, la polizia, ma capisco, tra tutti i mali si sceglie il minore: il colpo dato dall’alto in basso è meno pericoloso dei colpi dati frontalmente contro la faccia, i genitali, e così via. Devo tagliare corto, signor


stand. Und dann heißt es immer, der Mensch sei friedlich, weil er sich vor Verletzungen fürchte. Selbst der stärkste Mensch der Welt! Aber der war völlig unzurechnungsfä­hig ! Angst hatten wir alle, hatten all diejenigen, die zu ihrem Un­glück dabei waren, und von denen keiner den Mut fand, einzugreifen. Es geschah alles sehr schnell. Ja, Herr Richter, das ist nicht wie im Film, wissen Sie, wie bei den ge­stellten, ballettartigen Kampfsze­nen, in denen zwei Gegner sich ab­wechselnd schlagen, hinfallen, wie­der aufstehen, alles mit übertriebe­nen, verlangsamten Bewegungen, damit es spektakulärer wirkt. Nein, das muß ich noch einmal sagen, Herr Richter, so war es nicht: Es war ein Augenblick, wissen Sie… nein, es war auch nicht wie… Ich erinne­re mich daran, wie wir uns als Kin­der um etwas stritten… Einer griff nach dem Gegenstand, der andere wurde rot und weinte. Dann folg­ten Schubsereien, Tritte und Bisse, man zog sich an den Haaren, und vor allem schlug man mit den Fäu­sten von oben nach unten. Ent­schuldigen Sie den Vergleich, aber genauso, wie es die Polizei macht, das verstehe ich ja auch, man wählt das kleinere Übel, denn der Schlag von oben nach unten ist nicht so gefährlich wie der frontale Schlag ins Gesicht oder in die Genitalien usw.

Ich muß mich kurz fassen, Herr Richter, ich komme zum Punkt. Se­hen Sie, vielleicht ist ja die Gesell­schaft daran schuld, ich denke da­bei an die primitiven Menschen:

giudice, vengo al sodo. Ecco vede forse è colpa della società: mi sovvengono i primi­tivi : si limitavano a sottomettere l’avversario nella lotta corpo a corpo, poi si facevano dei duelli in cui al massimo moriva un uomo, cosa gravissima. Ma cosa avviene oggi? Oggi l’avversario si annienta con le armi, e spesso l’avversario e un intero gruppo, un intero popolo. Basta schiacciare un bottone. Sì, signor giudice, lei ha ragione, non mi dilungo più. Allora le stavo dicendo che fu questione di un attimo: fece quel maledetto gesto, gli si buttò addosso, strangolandolo, massacrandolo a colpi, rompendogli le ossa, e calci nei genitali… signor giudice,non ci ho visto più dalla rabbia: ho preso quel coltello che c’era lì davanti a me, sul tavolo vicino, e l’ho conficcato nella schiena di quella bestia.
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Ihnen genügte es, den Gegner im Nahkampf zu unterwerfen; später haben sie sich duelliert, dabei starb äußerstenfalls einer der beiden, schlimm genug, aber was geschieht heutzutage? Heute wird der Geg¬ner mit Waffen vernichtet, und oft ist der Gegner eine ganze Gruppe, ein ganzes Volk. Es genügt, einen Knopf zu drücken. Ja, Herr Richter, Sie haben recht, ich schweife nicht mehr ab. Also, es war, wie gesagt, eine Frage von Sekunden: Er mach¬te diese verdammte Geste, warf sich auf ihn, würgte ihn, schlug ihn, und brach ihm dabei die Knochen, trat ihm in die Genitalien… Herr Richter, ich wurde blind vor Wut, ich nahm das Messer, das vor mir auf dem Tisch lag, und habe es dieser Bestie in den Rücken gestoßen,.

 

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